„D&O“ steht für „Directors and Officers“ (zu Deutsch „Vorstände und Aufsichtsräte“). Als eine spezielle Form der Vermögenschadenhaftpflichtversicherung ist sie für eben diese Organe, aber auch Geschäftsführer, Prokuristen und andere Führungskräfte als “Berufshaftpflichtversicherung” zu verstehen. Ihre Aufgabe ist es die persönlichen Haftungsrisiken gesetzlicher oder vertraglicher Natur auf die D&O-Versicherer zu übertragen.

Dies schließt neben der Befriedigung berechtigter Ansprüche inkl. der anhängigen Verfahrenskosten, auch die Übernahme von Verteidigungskosten bei unberechtigten Ansprüchen mit ein. Aus Sicht eines Unternehmens ermöglicht sie den Zugriff im Schadensfall auf einen potenten Schuldner, dem D&O-Versicherer, um die häufig sechs-, sieben- oder achtstelligen Schadenssummen einzufordern. An dieser Stelle sei gesagt, dass die weit überwiegende Anzahl an Schäden sich in genau der genannten Größenordnung abspielt, aber natürlich gibt es auch Schadenfälle (siehe VW-D&O-Schadenfall), die noch darüber hinaus gehen.